BETRIEBLICHE MITBESTIMMUNG – ARBEITSZEITMODELLE

  • Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen von Kunden, Mitarbeitern und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit orientieren, können erheblich zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beitragen – sowohl beim Kampf um Marktanteile als auch bei der Gewinnung und Motivation qualifizierter Mitarbeiter.
  • Der betrieblichen Mitbestimmung kommt auf dem Gebiet der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung besondere Bedeutung zu. Nicht nur, weil die Verteilung der Arbeitszeit aufgrund der betriebsverfassungsrechtlichen Regelungen (und der entsprechenden Bestimmungen des Personalvertretungsrechts und kirchenrechtlicher Einrichtungen) auf diesem Gebiet regelmäßig die erzwingbare Mitbestimmung vorsehen. Ein erfolgreiches Arbeitszeitmodell muss die Sichtweisen aller Beteiligten einbeziehen, weshalb etwa in Arbeitszeit-Workshops Unternehmensleitung, Mitarbeiterschaft und Führungskräfte (als „Vertreter“ der externen Kunden) einbezogen werden sollten.
  • Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass erfolgreiche Arbeitszeitmodelle auf Differenzierung setzen: Weg vom Einheitsmodell (z. B. „Gleitzeit“) hin zu passgenauen bereichsbezogenen Modellen – ob im Tagesdienst oder bei Schichtarbeit. Die demographische Entwicklung (steigendes Durchschnittsalter der Belegschaften und zugleich steigende Ansprüche der Beschäftigten an die in die individuelle Lebensgestaltung) befördert diese Differenzierung. Für die Arbeitszeitgestaltung wirft dies u.a. die Frage auf, wie ein Arbeitszeitmodell systematisch für mitarbeiterindividuelle Unterschiede und Erwartungen geöffnet werden kann. Technische Entwicklungen (mobile Arbeitsmittel) rücken neben der Flexibilisierung der Arbeitszeit zunehmend das ortsflexible Arbeiten („mobile Arbeit“) in den Vordergrund.
  • Ich unterstütze Sie insbesondere in folgenden Bereichen:
    •  Analyse betrieblicher Arbeitszeit- und Personalbedarfe;
    • Erarbeitung passgenauer Dienstzeiten für Schicht- und Dienstpläne;
    • Moderation von Arbeitszeit-Workshops zur gemeinsamen Erarbeitung von Regeln der Arbeitszeitplanung und -steuerung, z. B. für
      • Rollierende Schichtpläne;
      • Steuerung von Zeitkonten;
      • „Spielregeln“ der Arbeitszeitverteilung im flexiblen Tagesdienst;
      • Nutzung mobiler Arbeitsmittel;
      • Konzepten zur systematischen Vertretung bei (auch kurzfristigen) Personalausfällen;
      • Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst;
      • Umgang mit betrieblicher Zeiterfassung.
    • Erarbeitung von Betriebs- und Dienstvereinbarungen zur Arbeitszeitgestaltung
    • Moderation betrieblicher Konfliktlösungsgremien („Arbeitszeitkommission“)
    • Begleitung von Einigungsstellenverfahren.

 Texte und Tools