ARBEITSZEITRECHT “INHOUSE”

Sie möchten Ihre Führungskräfte und/oder Mitarbeiter im Umgang mit arbeitszeitrechtlichen Vorschriften schulen? Sie möchten arbeitszeitrechtliche Rechtsfragen aus der betrieblichen Praxis mit Vertretern des Personalbereichs oder dem Betriebsrat vor Ort vertieft erörtern? Dann stehe ich Ihnen gerne für eine „maßgeschneiderte“ Veranstaltung zur Verfügung. Die Inhalte können natürlich passgenau nach Ihren Fragestellungen zusammengestellt werden. Als Anregung finden Sie nachstehend eine Reihe typischer Themenmodule. Je nach Art der Veranstaltung und Teilnehmerzahl entspricht ein Modul einer Zeitdauer von ca. 1,5 bis 3 Stunden.

Modul 1: Grundlagen des Arbeitszeitrechts und Arbeitszeitschutzrechts

  • Überblick rechtlicher Bezugspunkte der Arbeitszeitgestaltung: Direktionsrecht, Arbeitsvertrag, Mitbestimmung, Tarifrecht, Arbeitszeitschutzrecht
  • Strukturmerkmale des Arbeitszeitschutzrechts
  • Persönlicher Geltungsbereich des Arbeitszeitgesetzes
  • Persönliche Zurechnung der Arbeitgeberstellung bei Führungskräften
  • Aufsichts- und Dokumentationspflichten des Arbeitgebers
  • Haftung für Arbeitszeitüberschreitungen aus Nebentätigkeiten von Arbeitnehmern
  • Aufsichtsbehördliche und haftungsrechtliche Konsequenzen von Überschreitungen des ArbZG

Modul 2: Grundnormen des Arbeitszeitschutzrechts

  • Begriff der „Arbeitszeit“ in Arbeitszeitschutzrecht, Vergütungsrecht und Mitbestimmung
  • Werktägliche Höchstarbeitszeit
  • Maximal zulässiges Arbeitszeitvolumen
  • Mindestruhepausen
  • Werktägliche Ruhezeit
  • Wöchentliche Ruhezeit
  • Zulässige Dienstfolgen
  • Sondervorschriften für Nacht- und Schichtarbeitnehmer
  • Umgang mit arbeitszeitbezogenen Attesten
  • Überschreitung des Arbeitszeitgesetzes in Notfällen und außergewöhnlichen Fällen

Modul 3: Vergütungsrechtliche Fragen I (Tarifrecht)

  • Vergütungsrechtliche Anrechnung von „Nebenzeiten“ (Umkleidezeit, Rüstzeit, Dienstgang, Dienstreise)
  • Reduzierung der Soll-Arbeitszeit an Werktagsfeiertagen im Schichtdienst
  • Anspruch auf Feiertagsvergütung und Freizeitausgleich
  • Abgrenzung von regelmäßiger Arbeitszeit und Überstunden bei dienst- und schichtplanmäßiger Arbeitszeit
  • Abgrenzung von Schicht- und Wechselschichtarbeit
  • Abgrenzung ständiger und nichtständiger Schicht-/Wechselschichtarbeit
  • Freizeitausgleich für Bereitschaftsdienst

Modul 4: Vergütungsrechtliche Fragen II (Ausfallzeiten)

  • Handhabung der Entgeltfortzahlung bei dienst- und schichtplanmäßiger Arbeit
  • Entgeltfortzahlung bei ‚chronischer‘ Leistung von Mehrarbeit/Überstunden
  • Berechnung des Urlaubs- und Krankenlohnaufschlages
  • Umrechnung des Urlaubsanspruchs bei Abweichung von 5-Tage-Woche
  • Berechnung und Gewährung von Urlaubsansprüchen bei Änderung der Vertragsarbeitszeit
  • Verfall von gesetzlichen und tarifvertraglichen Urlaubsansprüchen bei Arbeitsunfähigkeit

Modul 5: Betriebsverfassungsrechtliche Fragen

  • Reichweite der Mitbestimmung des Betriebsrats über Beginn und Ende von Arbeitszeit/Pausen bzw. Lage und Verteilung der Arbeitszeit, insb. im Rahmen der Aufstellung und Änderung von Dienstplänen
  • Abgrenzung von mitbestimmungs- und individualrechtlichen Fragen
  • Arbeitszeitbezogene Auskunftsrechte des Personalrates
  • Exkurs: Rechtliche Aspekte von „Holen aus dem Frei“ und „Nachhauseschicken“ und systematische Alternativen (insb. Ausfallvertretungskonzepte)
  • Mitbestimmungsverfahren gemäß BetrVG und Eskalation bei Nichteinigung
  • Vorläufige Anordnungsbefugnis des Dienstgebers in dringlichen Fällen

Modul 6: Abweichungen von Grundnormen des Arbeitszeitgesetzes in Krankenversorgung, Pflege und Betreuung (insb. für Einrichtungen mit Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft)

  • Abgrenzung von Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft
  • Verlängerung der Arbeitszeit durch Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft
  • Berechnung der Höchstarbeitszeit im Ausgleichszeitraum
  • Kriterien der Gefährdungsbeurteilung für Bereitschaftsdienstmodell mit verlängerter Arbeitszeit
  • Verlängerung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit („Opt-out“)
  • Verkürzung der täglichen Ruhezeit bei Rufbereitschaft
  • Kombination von Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft
  • 12-Stunden-Schichtmodelle im ärztlichen Dienst